über die argentinische Pampa, die gewaltigen Rinderherden und die Lebensart der Gauchos


Argentinien ist das Land mit den unendlichen Pampas, baumlosen Ebenen, auf denen Rinder in riesigen Herden weiden. Wo sie alles finden, was gesund und stark macht. Sie leben in frischer Luft mit freiem Auslauf. Keine Mastkur beeinfluß je ihr Wachstum. Ihr Bestand wird derzeit auf etwa 60 Millionen geschätzt. Dies und das qualitativ hochwertige Fleisch macht Argentinien zum größten Fleischproduzenten der Erde.

Die Schlachtreifen Rinder wiegen maximal 450 Kilogramm und sind höchstens zwei Jahre alt. Sie liefern eine exzellente Fleischqualität, wobei das beste Fleisch für Steaks aus dem Hinterviertel ausgelöst wird. Nur etwa 14 Kilo werden so zu Steaks verarbeitet. Fachkräfte sind in den Schlachthäusern bei 8 Grad Innentemperatur damit beschäftigt, das Fleisch zu verarbeiten. Hygiene ist dabei höchstes Gebot.

Vakuumverpackt, auf etwa 0 Grad heruntergekühlt, geht das Fleisch dann per Schiff auf die Reise. Bis es - während der Überfahrt gereift - schließlich bei uns auf dem Grill liegt.

Jetzt beginnt die nicht minder wichtige Phase der Zubereitung. Mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl muß der Parillero - der Mann am Grill - nun beweisen, was er kann. Er ist dafür verantwortlich, daß sich die besondere Qualität unserer Steaks beim Grillen richtig entfaltet und das Steak zu einem Genuß wird: herrlich saftig, würzig und appetitlich...

Was das Essen anbelangt, waren die Argentinier schon immer Genießer. Das zeigt ihre Vorliebe für alle möglichen Grillspezialitäten, wobei "Fleisch" für sie nur das des Rindes ist. Das gilt für die Stadtbewohner ebenso, wie für die Gauchos in der Einsamkeit der weiten Pampas. Man muß ein argentinisches Grillfest in der freien Natur mitgemacht haben, um zu wissen was es heißt, Fleisch in seiner besten Form zu essen. Da könnte man sich fast wünschen ein Gaucho zu sein...

Die Gauchos - die von indianischen Ureinwohnerns abstammen, deren Blut mit dem spanischer Konquistadoren vermischt ist - halten zu Pferde die Rinderherden zusammen. Sie arbeiten heute ähnlich wie die Cowboys in Texas oder Arizona. In jenen Teilen der Pampas und des Chaco, die eine Domäne der Viehzucht geblieben sind, gibt es aber immer noch die Gauchos alten Schlages: Möglicherweise waren die ersten Gauchos Männer, die alle Fesseln abwarfen und sich in die Einsamkeit der großen Pampa zurückzogen, wo es Wasser und Weide für das von den europäischen Einwanderern mitgebrachte Vieh gab. Nur eine Stunde von Buenos Aires entfernt, kann der Reisende das argentinische Landleben aus der Nähe kennenlernen, das Leben der Gauchos und seine unglaubliche Geschicklichkeit mit den "boleadoras" (drei an Stricke gebundene Steine, die dem Vieh zum Einfangen um die Beine geworfen werden), dem Messer und dem Lasso, ebenso seine Tricks und Techniken beim Pökeln und Zubereiten des besten Fleisches der Welt. In Pluderhosen, mit Hut oder Baskenmütze, Halstuch, Sporen und geschärftem Messer im Gürtel (das an Festtagen gegen mit Silbermünzen besetzte Rechen ausgetauscht wird) reitet der Gaucho geschickt über Estancias und Weiden. Am Lagerfeuer, mit einem schmackhaften Braten am Spieß, lassen die Gauchos ihre Stehgreifdichtung und Gesänge erklingen. Von heißer Sonne gebräunte Gesellen mit funkelnden Augen, abenteuerlich anmutende Männer mit Lasso und Gitarre, großartige Menschen die überaus gastfreundlich sind und jeden Fremdling einladen - zu einem, im Freien gegrillten Steak natürlich. Und zu echtem argentinischen Wein aus der Provinz Mendoza.

Argentinische und spanische Rotweine, mit ihrem vollen Bouquet, sind zu Grillspezialitäten (sprich Steak) ein ideales Getränk. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Missionare Weinreben mit nach Argentinien. Sie wurden zunächst im Norden des Landes, später jedoch auch in der Provinz Mendoza angebaut, also am Fuße der Kordilleren. Unter ständiger Sonnenbestrahlung - wie in Spanien auch - gedehen hier gesunde Reben, die Spitzenweine hervorbringen. Hier wie da läßt man die Weine von hervorragender Qualität in teuren Fässern aus Eichenholz reifen. Hier wie da werden die weißen und die Rosé-Weine schon im ersten Jahr in Flaschen gefüllt. Die Rotweine hingegen reifen bis zu fünf Jahren in den Fässern, ehe sie abgefüllt werden. Weine von gleichbleibender Qualität, was durch Analysen und staatliche Überwachung gewährleistet wird.

Die besten argentinischen und spanischen Weine gibt es auch im "EL TORO". Probieren Sie sie - Sie werden es nicht bereuen!